Biografien

Hermann Julius Oberth und die Raketen

Hermann Julius Oberth und die Raketen

Der Physiker Hermann Julius Oberth (1894-1989) gilt als einer der "Gründungsväter" der Astronautik und insbesondere der Weltraumraketen.

Sein 1923 veröffentlichtes Werk "Die Rakete zu den Planetenräumen" ist ein klares Manifest seiner Leidenschaft für die Astronautik.

1929 arbeitete er als Berater des Filmregisseurs Fritz Lang in seinem Film "Eine Frau auf dem Mond". Während der Dreharbeiten verlor er durch einen Unfall das Sehvermögen seines linken Auges.

Im selben Jahr 1929 startete auch die erste Flüssigbrennstoffrakete. Es war die Kegeldüse, die vor dem staunenden Blick der von Oberth unterrichteten Physikstudenten über die Technische Universität Berlin reiste. Unter ihnen befand sich ein sehr junger Wernher von Braun, mit dem er kurz darauf zunächst in Deutschland mit V-2-Raketen und dann in den USA mit Flüssigbrennstoffraketen zusammenarbeiten sollte.

Zu den bekanntesten Büchern von Hermann Julius Oberth gehört "Menschen im Weltraum" (1953). Diese Arbeit ist am visionärsten, da es sich um ein Weltraumreflektorteleskop, eine Raumstation und ein Raumschiff handelt elektrisch und über Raumanzüge.

In den 1950er Jahren äußerte Oberth auch seine Meinung zu UFOs und unterstützte die Hypothese der Existenz von Außerirdischen.

Oberth ist für einen großen Teil der Studien und Experimente verantwortlich, die es der Astronautik ermöglicht haben, den Mond zu erreichen und in den interplanetaren Raum zu reisen.

In Anerkennung seiner Arbeit wurden in Feucht (Deutschland) das Hermann-Oberth-Weltraummuseum und die Hermann-Oberth-Gesellschaft gegründet. Es gibt auch einen Mondkrater, der seinen Namen trägt. Im Film "Star Trek III" hingegen erscheint ihm zu Ehren ein Schiff der Oberth-Klasse.

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Video: The Rocket Hermann Oberth & Wernher Von Braun (Oktober 2020).